Hoch- und Tiefbauunfälle


Durch länger dauernde Brandeinwirkung können Gebäude bzw. Gebäudeteile so stark beschädigt werden, dass eine Einsturzgefahr droht.

Aber auch durch Sturm, oder Unfälle mit Kraftfahrzeugen können Gebäude stark beschädigt werden.

Weitere Ursachen für Gebäudeeinstürze können auch mangelhafte Bauausführung, falsche Baukonstruktion, Gewichtszunahme durch Löschwasser, eine Gasexplosion oder hohe Schneelasten sein.

Unfälle, welche durch o.g. Schadenereignisse hervorgerufen werden, gehören zu den Hochbauunfällen.


Tiefbauunfälle (z.B. bei Kanalbauarbeiten) gehören zu den besonders schwierigen und sehr umfangreichen Einsätzen der Feuerwehr.
Oft müssen sich die Rettungskräfte dabei sogar selber in Lebensgefahr begeben. Die Gefahren für die Einsatzkräfte durch einsturzgefährdete bzw. bereits eingestürzte Gebäude sind bei Tiefbau- und Silounfällen nur sehr schwer einschätzbar.
Bei den meisten Tiefbauunfällen kommt es zu Erdeinbrüchen durch unzureichende und/oder nachlässig durchgeführte Abstützmaßnahmen.


Wogegen sich eine Brandbekämpfung oder das Retten von Personen aus einem verunfallten PKW in der Praxis sehr gut üben lassen, lässt sich das taktisch richtige Vorgehen bei Hoch- und Tiefbaunfällen von den Kameradinnen und Kameraden praktisch leider so gut wie gar nicht üben.

Umso wichtiger ist es, dass dieses Thema in einer theoretischen Unterrichtseinheit in regelmäßigen Abständen immer wieder durchgearbeitet wird.

Somit sollen die Einsatzkräfte durch fundiertes theoretisches Wissen auf mögliche Einsätze und deren Gefahren im Hoch- und Tiefbau vorbereitet werden.

 

 

J.A.



Zuletzt geändert:  17:45 14/10 2012