Brunnen




Abbildung 1: Brunnenkopf mit Saugleitung im Hintergund


Abbildung 2: Mit der im Heck des Löschfahrzeugs eingebauten Pumpe wird Wasser aus dem Brunnen gefördert und in ein angrenzendes Waldstück gespritzt.


Abbildung 3: Feuerlösch-Kreiselpumpe am Heck des Fahrzeugs mit entsprechenden Bedienelementen.

Der Feuerwehr muss z.B. im Brandfall eine ausreichende Menge an Löschwasser zu Verfügung stehen.

Für diesen Fall gibt es in ziemlich regelmäßigen Abständen installierte Unterflurhydranten. Diese Hydranten gelten zwar prinzipiell als unerschöpfliche, jedoch als abhängige Wasserversorgung. Abhängig dadurch, dass ein Hydrant nur dann Wasser liefert, wenn der Wasserversorger, an dessen Netz der Hydrant angeschlossen ist, auch einen entsprechenden Wasserdruck zur Verfügung stellt.

Im Falle einer Störung beim Wasserversorger (z.B. Stromausfall) ist das Hydrantennetz drucklos und somit für die Feuerwehr nicht nutzbar.

Für diese Fälle gibt es s.g. Flachspiegelbrunnen. Grundsätzlich ist ein solcher Brunnen mit einem normalen Hausbrunnen vergleichbar, jedoch ist die Förderleistung wesentlich höher.

Über eine Saugleitung wird der Feuerlöschständer (Brunnenkopf) mit einer Feuerlöschpumpe verbunden. Nach dem Entlüften der Saugleitung steht die Brunnenleistung zur Verfügung.

Um die Leistungsfähigkeit zu gewährleisten und die Betriebsbereitschaft zu überprüfen, muss ein solcher Brunnen in regelmäßigen Abständen (mindestens einmal im Jahr) überprüft werden.

Dazu wird der Brunnen probeweise betrieben. Er wird über eine Saugleitung mit der Pumpe des Löschfahrzeuges verbunden und anschließend wird über einen Zeitraum von etwa 20 Minuten Wasser aus dem Brunnen gefördert. Diese Tätigkeit ist in den Abbildungen 1 bis 3 dargestellt.

Durch diese Maßnahme erhalten wir Aufschluss darüber, ob der Brunnen überhaupt noch einsatzbereit ist und wenn ja, wie viel Wasser er z.B. liefert oder wie weit der Wasserspiegel im Betrieb absinkt.

Ein solcher Brunnen kann im Notfall, z.B. bei Ausfall der Trinkwasserversorgung, auch zur Notwasserversorgung der Bevölkerung eingesetzt werden.

 

 

J.A.



Zuletzt geändert:  09:30 15/11 2012